RISIKOFAKTOREN

Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen

Risikofaktoren


         Als Risikofaktoren bezeichnet man Voraussetzungen bzw. Krankheiten, die zur Schädigung von Arterien führen und dadurch zu einer Verengung beitragen können. Auf diese Weise entstehen Durchblutungsstörungen („Raucherbein“), Herzinfarkt und Schlaganfall. Folgende 5 Risikofaktoren sind für die Entstehung für Herz-Kreislauferkrankungen maßgeblich:
 
1. Rauchen
Nikotin greift die Gefäßwand an und führt zu Kalkablagerungen in den Gefäßen. Raucher haben im Durchschnitt ein 2-3fach erhöhtes Herzinfarktrisiko im Vergleich zu Nichtrauchern.
 
2. Bluthochdruck Der erhöhte Druck in den Arterien führt zu winzigen Schäden in der Gefäßwand und damit ebenfalls zu Ablagerungen und Verengungen. Definitionsgemäß liegt ein Bluthochdruck bei Werten über 140mmHg systolisch (oberer Wert) und/oder 90mmHg diastolisch (unterer Wert) vor. Allgemeinmaßnahmen zur Blutdrucksenkung sind ggf.: Gewichtsreduzierung, Sport, kochsalzarme Diät, Einschränkung des Kaffee- und Alkoholkonsums.
 
3. Diabetes
    mellitus
Die Blutzuckerkrankheit schädigt auf verschiedene Art und Weise die großen und kleinen Arterien des Körpers. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist für einen Diabetiker 3-5 mal höher als für einen Nicht-Diabetiker. Durch eine gute Blutzuckereinstellung lassen sich diese Schäden vermeiden. Deshalb ist eine frühzeitige Erkennung des Diabetes lebenswichtig. Eine gute Methode ist die regelmäßige Messung des Nüchtern-Blutzuckers.
 
4. Erhöhung der
    Blutfettwerte
Zu den Blutfetten gehören u.a. das Cholesterin und die Fettsäuren (Triglyzeride). Das Gesamt-Cholesterin setzt sich wiederum aus dem schützenden HDL-Cholesterin und aus dem ungünstigen LDL-Cholesterin zusammen. Ein hohes LDL- und ein niedriges HDL-Cholesterin führt zu einer Fett- und später Kalkeinlagerung in die Arterienwand. Der Cholesterin-Wert wird nicht nur durch die Nahrungszunahme („Schweinebraten“), sondern auch durch genetische Faktoren beeinflusst. So kann es vorkommen, dass auch schlanke Menschen erhöhte Werte haben. Zur Cholesterin-Senkung sollte man tierische Produkte reduzieren (fettes Fleisch, Butter, Eier) und durch pflanzliche ersetzten. Auch Sport und ein geringer Alkoholkonsum wirken sich günstig aus.
 
5. Familiäre
    Belastung
Die genetische Veranlagung gehört zu den Risikofaktoren, die man leider nicht beeinflussen kann. Sollte ein Elternteil (oder beide) an einer Herzkreislauferkrankung leiden oder gelitten haben, ist eine besonders strenge Beachtung der anderen Risikofaktoren zu empfehlen.
 
6. Andere
    Risikofaktoren
Da Herzinfarkte z.T. auch bei Patienten ohne die klassischen Risikofaktoren auftreten, sucht die Forschung nach weiteren Ursachen. Man hat inzwischen mehrere weitere Faktoren gefunden, die eine Rolle spielen können (z.B: Homocystein, Fibrinogen, Lipoprotein(a), hsCRP, Interleukin 6). Über die Wichtigkeit und Beeinflussbarkeit werden allerdings z.T. kontroverse Diskussionen geführt.



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Um kleine und große Menschen miteinander vergleichen zu können hat sich der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) etabliert. Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2]. Die Formel lautet:

BMI = Körpergewicht in kg: (Körpergröße in m)2.
Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

Der Normalwert liegt zwischen 18,5 und 24,9 kg/m2. Ab 25 kg/m2 spricht man von Übergewicht (Präadipositas) und ab 30 kg/m2 von Fettleibigkeit (Adipositas).


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